03. Türchen Adventskalender
Die Geschichte des Bethmännchen
Bethmännchen sind eine traditionelle Frankfurter Gebäckspezialität, die ihre Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert hat. Sie sind kleine Marzipangebäcke, die mit drei halben Mandeln verziert sind und ihren Namen von der bekannten Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann tragen.
Ursprünge
Die Erfindung der Bethmännchen wird häufig dem
französischen Konditor Jean Jacques Gauten zugeschrieben, der im Dienst der Familie Bethmann stand. Um 1838 kreierte er das Gebäck zu Ehren der Familie. Ursprünglich wurden die Bethmännchen mit vier halben Mandeln dekoriert, die die vier Söhne der Familie repräsentierten: Moritz, Alexander, Karl und Heinrich.
Als einer der Söhne, Heinrich, früh verstarb, wurde die Dekoration auf drei Mandeln reduziert. Diese Tradition wird bis heute beibehalten.
Rezeptur und Zubereitung
Bethmännchen bestehen hauptsächlich aus:
Marzipanrohmasse
Puderzucker
Mehl
Eiweiß
Und den charakteristischen Mandeln zur Verzierung.
Die Masse wird zu kleinen Kugeln geformt, mit den Mandeln dekoriert und vor dem Backen mit Eigelb bestrichen, um ihnen ihre goldene Farbe zu verleihen.
Kulturelle Bedeutung
Bethmännchen sind besonders zur Weihnachtszeit in Frankfurt und darüber hinaus beliebt. Sie gelten als Symbol der regionalen Backtradition und werden oft als Geschenk oder Mitbringsel verwendet. Ihre Herstellung wird auch heute noch von vielen Konditoreien und Haushalten in Frankfurt gepflegt.
Vielen Dank liebe Gudrun, das Du dieses Rezept aus deiner alten Heimat mit uns teilst.
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